Erstellen Sie mir doch schnell mal ein Angebot? Auf der einen Seite ertönt diese Frage zwar wie Musik in den Ohren, auf der anderen Seite graust es vielen angesichts dessen Erstellung. Kein Wunder, schließlich weiß man im Vorfeld nicht, wie viel Zeit die Gestaltung etwa eines Logos in Anspruch nimmt.  Durchaus ähnlich verhält es sich mit der Erstellung eines Online-Textes, eines Claims oder einer Website.

Erfahrungswerten sind für die Preisfindung sicherlich wichtig; daneben ist es jedoch hilfreich, „perspektivisch“ zu denken. Ich stelle mir also die folgenden Fragen, um einen angemessenen Preis zu ermitteln:

  • Was muss ich (ggf. meine Kooperationspartner) haben (die egozentrische, aber nicht egoistische Perspektive)?
  • Was braucht der Kunde (kundenorientierte Perspektive)?
  • Was will der Kunde bzw. was will er nicht (die Kundenperspektive)?

Daraus ergibt sich eine Mischkalkulation, und schließlich das Angebot für den Kunden. Im Idealfall sind egozentrische und kundenorientierte Perspektive derart dominant, dass die Kundenperspektive nicht den Ausschlag gibt. Denn die Sicht des Kunden führt mitunter zu starken Beschränkungen: Zum einen weiß nicht jeder Kunde, was gut für ihn ist (was durchaus verständlich ist), zum anderen macht er sich um das zur Verfügung stehende Budget Gedanken (auch zu verstehen).

Im Endeffekt wird das Schreiben von Angeboten somit zu einer recht schwierigen, gleichzeitig aber doch spannenden Aufgabe, die m.E. auch für die Projektierung von erheblichem Nutzen ist. Für mich beinhaltet das Angebot damit nicht nur die Herausforderung, den Auftrag zu bekommen, sondern die Chance, bereits zu einem frühen Zeitpunkt den Erfolg des Projektes positiv beeinflussen zu können.

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