Werbung und Humor bilden hierzulande leider höchst selten eine Einheit. Aber über John Cleese lachen wir natürlich auch gern; nur leider wertet dieses komödiantische Genie so nicht das langweilige Fernsehprogramm in Deutschland auf. Wir müssen dagegen mit Mario Barth vorliebnehmen.

Sie müssen nicht unbedingt der große Platzhirsch im Internet sein. Insbesondere dann nicht, wenn Sie sich wie ein Elefant im Porzellanladen verhalten. Wenn Sie sozial (ehrlich, charmant, freundlich und zuvorkommend) sind, stoßen Sie damit ganz bestimmt bei dem einen oder anderen Kontakt auf Facebook, Xing, Twitter und Co. auf Gegenliebe. So entwickelt sich Ihr Netzwerk. So werden Sie ganz leise und still zum stolzen Zwölfender und können sich das lästige Geröhre  - wie bei unserem Freund in dem Video – sparen.

Auch Herr Bohne, Mitarbeiter des Kaffeerösters Tchibo, zeigte in seinem sozialen Verhalten so einige Entgleisungen. Aus diesem Grund entschloss sich das Unternehmen, mit ihm einen kleinen Spot zu drehen. Auf diese Weise präsentiert Tchibo seine Social Media-Guidelines, die nicht nur die Mitarbeiter des Unternehmens befolgen sollten:

Sicherlich wissen Sie, was eine Tautologie ist. Eine Aussage, die immer war ist, etwa der “weiße Schimmel”, “a ist a”, “Es regnet oder es regnet nicht” oder “voll und ganz”. Eine besonders interessante Tautologie ist z.B. “Geschäft ist Geschäft”. Die Aussage ist wahr, keine Frage, doch ihr Sinn übersteigt diesen epistemisch trivialen Wahrheitsgehalt.

Auch (fast) so eine Tautologie: “Image Filme für ein besseres Image”

Es versteht sich von selbst, dass Image Filme dem Image eines Unternehmens dienen. Nicht umsonst wird dafür teures Geld bezahlt. Warum aber bezahlen Unternehmen für Image Filme, die als Image-bildende Maßnahme höchst zweifelhaft ist? Und warum investieren Filmemacher nicht in Kreative, Texter, Konzeptioner, Drehbuchautoren?

Schon eine kleine Idee, gut umgesetzt, kann einen Image Film aufwerten, ihn interessant, witzig, spannend oder originell gestalten. Solch ein kleines Beispiel habe ich beim Musikexpress gefunden. Und da es so gut passt, möchte ich Sie gleich auf ein neues Musik-Blog aufmerksam machen, das sich RoflRock schimpft – Sie hören doch Musik, oder? Sonst wäre ich auch sehr enttäuscht.

Da mein altes iPhone s0 langsam ausgedient hat, stellt sich mir nun die Frage: Will ich weiterhin auf Apple setzen und mir das iPhone 4 holen, oder suche ich nach einer Alternative? Die zumindest ist schnell gefunden, denn mit dem HTC Desire HD gibt es einen Konkurrenten, der nicht nur einen besseren, weil größeren Bildschirm anbietet.

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Die Agentur Cogtail hat jetzt ‘nen Claim… und ein neues, bewegendes Bild auf der Startseite. “Ideen für Visionen”

www.cogtail.de

Deutschland ist seit jeher Internet-Entwicklungsland.  Privatmenschen wissen mitunter wie selbstverständlich nicht, was ein Weblog ist. Journalisten fragen, wozu ein Blog gut ist, manche haben auch förmlich Angst davor, wenn “Laien” bloggen. Schon schade, aber nicht wirklich schlimm. Schlimm aber wird es, wenn Politiker das Internet zwar nicht verstehen, es jedoch mit Gesetzen nachhaltig verändern. Katastrophal schließlich wird es, wenn selbst (einigermaßen) verständige Politiker entgegen ihrer Auffassung Entscheidungen mittreffen.

Deutschland: Ein Entwicklungsland beschließt, Entwicklung zu stoppen

Theorie und Praxis  – wo beides zusammengeht, werden kluge Entscheidungen getroffen.  Mit der Zustimmung zum Jugendmedienschutzstaatsvertrag (kurz: JMStV) beweist die hiesige Politik das krasse Gegenteil. Selten war der Realitätsverlust größer, die Kluft zwischen Theorie und Praxis unüberwindbarer. Wer hier zum echten Cliffhänger zu werden hat, ist schon jetzt klar: Die Blogger, Webseiten-Betreiber – bl0ß aber nicht die Politker. Schließlich hat Politik in Deutschland endgültig zur Talfahrt angesetzt. Ecken und Kanten wurden dabei behutsam abgeschliffen – es soll sich ja niemand ins eigene Fleisch schneiden.

Das einstige Land der Dichter und Denker, das für Werte genau so wie für Kreativität und Innovation stand, entwickelt sich zum Rückschrittsland. Thomas Krüwer schreibt zu Recht in seinem Weblog “Indiskretion Ehrensache“, wie sich Deutschland auf den zentralen Zukunftsgebieten selbst abhängt: Biotechnologie, Umwelttechnologie und das Internet. Die Welt ist im Begriff, sich zu wandeln, aber Deutschland macht  da nicht mit. Das Land und seine Politker tun so, als gäbe es keine Globalisierung, kein INTERNATIONALES Internet. Die ersten Blogs wollen Ihr Angebot ‘vom Netz’ nehmen – ich halte dies nicht für die richtige Entscheidung – das Resultat ist aber klar: Gute Angebote in Deutschland verschwinden, für den Internet-Standort Deutschland (um mal in dieser politischen Perspektive zu bleiben) bedeutet dies nichts Gutes. Die Jugendlichen wird dies weniger stören. Außer, dass sie sich nur noch stärker auf internationalen Websites tummeln werden. Doch die werden dann vermutlich immer öfter auch in deutscher Sprache verfügbar sein. So macht man das ‘deutsche Internet’ kaputt, während die Problematik lediglich ausgelagert wird. Wenigstens reiben sich Abmahnanwälte die Hände.

In den Geschichtsbüchern wird man in einigen Jahrzehnten festzumachen versuchen, wann und wo der Anfang vom Ende seinen Ursprung fand. Es mag gut sein, dass er um den Jahreswechsel 2010/2011 markiert werden wird. Ich erinnere mich in dieser Zeit an ein Interview mit dem von mir hoch verehrten Kurt Biedenkopf zurück, das er brand eins gegeben hat. Der darin prophezeite “Aufstand von unten” könnte m.E. Realität werden, S21 ist womöglich nur ein Anfang. Um so mehr wünsche ich mir, dass deutsche Politiker wieder mehr Profil zeigen und sich mit Verstand darauf besinnen, worum es geht. Dass sie zusammenbringen, was Herr Biedenkopf so treffend auf die Frage formuliert: Warum macht man da mit?

“Ja Gott, warum. Weil ich immer noch glaube, dass man etwas verändern kann. Und weil ich auch Verantwortung für Kinder und Enkel trage.”

Von einen Extrem zum anderen:

Zugegeben… die Blogger-Szene spricht vom Angriff auf die Meinungsfreiheit, oder etwa von der Unmöglichkeit, Blogs aufgrund des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages weiterhin betreiben zu können. Kaum jemand, der nicht in dieses Horn bläst. Adeversario.de meint… des ist alles ziemlicher Unsin. Polemik trifft also auf Polemik. Der Artikel darf HIER gelesen werden… und es darf auch weiterhin hitzig diskutiert werden:

Social Media entsteht nicht auf Facebook oder Twitter, auch nicht in Weblogs, sondern in den Köpfen von Menschen. Eine soziale, kommunikative Einstellung ist notwendig, die eingesetzten Medien sind sekundär. Geradezu doof sind Aussagen: „Wir sind auf den Social Media-Zug aufgesprungen, weil wir nun endlich eine Facebook-Seite haben, oder twittern, oder ein Blog betreiben.“

Facebook, Twitter & Co. stehen – wenn man vernünftig drüber nachdenkt – ganz und gar fälschlicherweise für Social Media.  Genauso wenig, wie Zeitungspapier, der Fernseher & Co. für Klassische Medien stehen. Social Media „stirbt“ demnach auch nicht, wenn es eines Tages vielleicht keine Weblogs mehr gibt. Schließlich stirbt das Zeitungswesen nicht, sobald kein Papier mehr eingesetzt wird; die eZeitung ist schon heute Realität.

Es kommt auf Einstellung zu dem Thema an, auf beiden Seiten. Klassischerweise gibt es Produzenten (von Nachrichten, Zeitungsartikeln etc.) und Rezipienten, in den Social Media verschwimmt diese Grenze, während sich der Austausch beschleunigt und vervielfältigt. Der Wunsch, ja die innere Einstellung war vermutlich längst vorhanden, als es Social Media noch gar nicht gab. Robert Basic bspw. wurde vermutlich als Blogger geboren. Da hat er Glück gehabt, dass es vor einigen Jahren endlich die technischen Möglichkeiten gab, um dieser Bestimmung folgen zu können.

Warum überhaupt gibt es dieses Missverständnis? Wieso werden Praktikanten eingesetzt, um für das Unternehmen zu twittern? Wieso gibt es diesen Follower-Wahn? Und wie kann Robert Basic den Social Media-Wahn von Unternehmern mit nur zwei Fragen stoppen?

Das, und noch viel mehr, erfährst du in dem Artikel „Don’t Call It Social Media“. Tipp (aus den Kommentaren): Den Artikel ausdrucken und an Kunden verteilen. Ich werde es machen. 

Eigentlich ist es ganz schön seltsam: Bis vor gerade eben gab es keinen Browser mit “Social Media” als Schwerpunkt. Sieht man einmal von dem missglückten Versuch des Social Media Browsers Flock ab, der allerdings auch schon aus dem Jahre 2007 stammt. Mit RockMelt ändert sich das nun. Ob RockMelt ein Erfolg wird? Das sagt dir der nun folgende Testbericht.

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Was ist nur  aus unserer Fernsehlandschaft geworden? Früher hatte Fernsehen noch einen Bildungsauftrag: Immerhin zeigte mir Colt Seavers meinen allerersten Berufswunsch auf, während MacGyver suggerierte, ich könnte aus einem Zahnstocher ein ganzes Floß bauen. Durch Trapper John M.D. lernte ich, dass man als Doc im Krankenhaus ausreichend Zeit für Spässken, Saufen, und natürlich für die Liebe hat – etwas Zeit lässt sich zusätzlich einsparen, wenn man direkt vor dem Krankenhaus in einem Wohnmobil nächtigt.

Doch irgendwann war diese schöne, lehrreiche Zeit vorbei: Zunächst freute ich mich noch über eine Neuverfilmung von Pumuckl, registrierte dann aber, dass sich die Frau im schwarzen Umhang nicht unsichtbar machen konnte. Leider war es auch keine Superheldin, sondern nur Barbara Salesch. Damals ahnte ich noch nicht, was sich hinter diesem gekünzelt sardonischem Lächeln verbarg. Erst später wurde klar, dass diese Dame keineswegs für die Wahrheit sprach, sondern alles nur Lug und Trug war.

Was folgte, kam einer Wanderung von Lemmingen gleich, jedoch mit apokalyptischem Ausmaß. Eine Nanny z.B., die fast genau so lächelte wie jener wuschelige Rotschopf, dass ich mir fasst schon Sorgen machen musste, ob ich in Wirklichkeit nicht vielleicht in der Matrix gefangen und von Agenten nur so umzingelt bin. Weiter lesen »

Ist das wirklich noch Guerilla (Kleinkrieg)-Marketing, wenn man als Hipster Hitler vor das Zug(führer)pferd spannt? Und darf man so schwere Geschütze auffahren, um T Shirts zu verkaufen? Aber vor allem: Kann man den Marketing-Krieg damit überhaupt gewinnen? Eigentlich nicht! Denn als Hipster ist Hitler nicht wirklich geeignet. Aber bekanntlich ist im Guerilla-Marketing alles erlaubt, was schockt. Und das wiederum kann ein Hipster Hitler, wie kein zweiter.